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Phillip Boa


Aber Phillip Boa war im Mousonturm.

Sollte vielleicht ziemlich toll, zumindest aber doch solide oder doch cool sein. Und Timid Tiger noch als willkommenes Extra. Nun, es hat nicht sein sollen. Bin mal gespannt was das Leitmedium der Stadt dazu berichten wird. Nun, der Jüngste ist er nicht mehr - sollte aber bei seinem Stil der Sache keinen Abbruch tun. Aber irgendwie war es nicht cool, sondern nur unengagiert. Hatte nicht den Eindruck, dass sie so richtig bei der Sache waren, geschweige denn Spass hatten. Und so richtig überträgt sich da auch nix auf das Publikum (also auf mich). Ok, Love on Sale kommt an, einiges der neuen CD ist auch solide. Aber live nicht richtig überzeugend.

Dann mal wieder eine Ansage von Boa, die kein Mensch versteht, muss wohl ein Witz gewesen sein, jedenfalls merkt er plötzlich, dass ihn keiner versteht bei den Ansagen und da kommt's: ja, ich nuschl... - das ist mein Stil. Selbstironie hätte das Eis brechen können - ja, gut es schmilzt ein bissl.

Dann erschrak ich aber auch schon wieder: Boa verschwindet von der Bühne und Pia säuselt was von "Du wirst mich lieben" - klingt, um es positiv zu sagen, wie Paula... eigentlich will man es aber gar nicht positiv sagen. Der Tiefpunkt.


Um die Stimmung etwas zu heben könnte ich an dieser Stelle mal schnell von Timid Tiger erzählen - die jugendliche Vorband von Boa. Kannte die nur flüchtig - och die sind ja richtig süß und eigentlich auch ganz witzig engagiert unterwegs. Irgendwie dann aber doch nicht so ganz meine Richtung - rockt irgendwie nur bedingt. Blieb auch irgendwie so ein bissl beim Charme einer Schülerband hängen... nein, so kann man es auch nicht sagen. Die Show war jugendlich-frisch, aber der Sound war irgendwie - ausgereift. Naja, kannte dann letztlich auch mehr Songs als ich dachte (es lebe motor fm!) - aber was weiss ich davon...(jedenfalls wollte ich sie gerade loben ;-)


Es ging aber bei Boa auch wieder nach oben. Höhepunkt war - wie nicht anders zu erwarten: This is Michael. Und dann war es auch schon nach gefühlten 55 Minuten vorbei. Wäre ne Ansage gewesen - aber sie kamen dann doch noch zweimal, spielten noch ein paar Klassiker, das Publikum war im Ganzen wohl zufrieden und mit dem Schlusssong, war dann doch noch ne Ansage geschafft:

kill your idols, kill your idols, kill your idols - now!


PS: Nein, es war nicht schlimm. Nein, ich war nicht enttäuscht. Habe mir dann auch noch schnell die CD gekauft - das sollte den Verriss also etwas relativieren.

Da fällt mir noch ein, dass doch neulich Madrugada war, am 17. Ist schon lange her also ganz kurz. Die Vorband verpassen war mir nicht gelungen und als da so ein Typ wie Demo-Dave allein auf die Bühne spaziert kam, ahnte ich Schlimmstes. Schien dann aber nach dem ersten Song doch nicht so schlimm zu werden, eigentlich.. doch ganz ok, ziemlich cool irgendwie - echt grossartig!

Also merke: Tim Scott ist ein ziemlich witziger Kerl, hat coole Lieder, soweit ich das beurteilen kann gute Texte und bringt was rüber! Sitzt da auf der Bühne mit seiner Klampfe und stampft mit dem Fuss. Leider waren von Tim Scott aber noch ein paar mehr Leute begeistert und so war die CD nach dem Konzert leider ausverkauft - das muss man erstmal schaffen - als Vorband!

Danach kamen also Madrugada und wurden den Erwartungen gerecht - nicht mehr und nicht weniger. Dass ich wohl eher die frühen Sachen von denen gut finde, ahnte ich vorher - aber auch dafür lohnt sich das Konzert in jedem Falle.


Nachtrag: Das Leitmedium war wohl eher auf eine Gesamtabrechnung mit dem Phänomen Phillip Boa aus und enthielt sich eines allzu deutlichen Kommentars.



berichtet am 21.11.2005. Letzte Änderung 27.11.2005 um 23:08 Uhr


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