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Indian Summer - 5. Tag (02.10.2003)

Brunswick - Orrs Island - Route 1 - Boston - Plymouth
190 Meilen

Nach einem schoenen Fruehstueck in unserem Zimmer waren wir zufrieden mit uns und der Welt (also jedenfalls mit der Welt) und konnten uns auf die Suche nach der unberuehrten Kueste von Maine machen. Der Plan war recht einfach und so gaenzlich schief wohl auch nicht. Wir hatten uns gemeinsam mit der guten Touri-Dame zwei kleine Halbinselchen ausgeguckt und die sind wir runtergefahren. Auch hier war nicht zu uebersehen, dass die Kuestenlinie privat war, aber immerhin konnte man hin und wieder einen Blick auf das Wasser und auf die andere Seite der zerkluefteten Kueste erhaschen. Sind dortlauter wie kleine Fjorde, nur das das Land dazwischen nicht so hoch ist und folglich Halbinsel heisst.

Naturbeoabachtungen mit Vorschulkindern

Also die Dame vom Tourizentrum war wirklich gut! Sie hatte die naechste Attraktion schon angekuendigt - eine Bruecke, die in der Welt einzigartig ist. Sie besteht vollstaendig aus quaderfoermigen Steinen die so uebereinander gestapelt sind, dass die Auflageflaechen nur gering sind und ein moeglichst grosser Hohlraum zwischen den Steinen besteht. So widersteht die Bruecke Ebbe, Flut und Eis im Winter. Und die Steine liegen einfach nur uebereinander!
Aber das war nicht alles, da gab es auch noch Tiere zu entdecken, kleine Krebslein mit weichem Bauch, die sich deswegen in Schneckenhaeuschen eingenistet hatten. Und die Schneckenhaeuser konnte man aus dem Wasser nehmen. Und da die Krebslein noch aengslicher waren als wir, haben sie sich dann im Schneckenhaus verkrochen, kamen langsam raus, und wenn die Luft rein war, rannten sie wieder zum Wasser. Die waren suess.

Bei Herstellung dieser Aufnahmen kamen keine Krebslein zu Schaden!


Und wie wir so auf der zweiten Halbinsel rumfahren und uns eigentlich gerade auf den Weg nach Boston machen wollten, kommt uns doch in den Sinn, dass wir Hunger haben und wir ja jetzt wissen, wie man Lobster isst! Wir konnten dem Angebot nicht widerstehen und bestellten fuer je $11.00 jeder einen anderthalbpfuendigen Hummer. Die beiden wussten kaum schneller als wir, wie ihnen geschah, sie winkten noch schnell mit der linken Schere und...

...verschwanden im Kochtopf.

Nun, fuer meine Begriffe hat Ihnen das gut getan, jedenfalls fand ich sie knallrot doch ansehnlicher als vorher. Zu einem eingehenden Gespraech darueber kam es aber nicht mehr, weil wir nun unsere modischen Plasteschuerzen anlegten und uns auf Nahrungssuche am Tier machten.
Es ist ein Kampf, es ist eine Sauerei, es ist ein Abenteuer, es ist nichts was ich immer wieder machen muesste, aber ein Erfahrung ist es schon. Schmecken tut der Gute aber nicht viel anders als irgendwelche Krabben.


Aus technischen Gruenden kamen zur Herstellung dieser Aufnahmen zwei Hummer zu Schaden!


Nun aber genug, von der Landschaft, auf nach Boston. Wieder eine laengere Fahrt, die wir durch eine Abstecher auf Route 1 (ja das ist die erste!) und an die Kueste nur maessig abwechslungsreich gestalten konnten. Aber die Zeit war schon knapp und die Verkehrsverhaeltnisse von Boston wurden einheitlich als chaotisch, die schlimmsten an der Ostkueste, beschrieben. Gut, dank fehlender Karten haben wir nicht recht bemerkt, dass wir schon mitten in Boston sind, sind in das erste Parkhaus gefahren und ohne Umwege an der Stelle von Boston gewesen, die in Dresden Theaterplatz heisst. Es war leider schon etwas spaet, es nieselte und der Wind pfiff um die Ecken, wie immer am Ende von Ally McBeal (wenn ich das richtig verstanden habe), aber als gut Touristen haben wir noch ca. 85% des Freedom Trails geschafft (Boston Teaparty und diese Zeugs). So richtig ein Gefuehl fuer die Stadt konnten wir nicht entwickeln. Es ist KALT! Und so muss Boston wohl als zweites Versaeumnis gelten. Wir hatten uns aber auch entschlossen, dass wir statt nochmal am naechsten Tag Boston anzuschauen doch lieber noch ein bisschen Landschaft und Meer sehen wollten und also haben wir uns von Boston nach drei Stunden wieder verabschiedet und sind in Richtung Plymouth gefahren.

Einen Schlafplatz haben wir im Whispering Oaks Motel gefunden und gegessen haben wir nochmal sehr amerikanisch im schicken Appleebee's Bar & Grill.


berichtet am 15.10.2003 um 01:40 Uhr


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