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Auf der Reise durch New England (ich setze jetzt nicht schon wieder ein Link, gebe nur den Tip, dass das eine 'Reise' war) hatten wir ja nicht nur unschuldige Kuerbisse gesehen. Da waren auch schon einige schuldige dabei, die hatten Gesichter, waren meist aus Plaste und hatten Kameraden die bei ausreichender abendlaendischer Fantasie als Geister zu erkennen waren. Manchmal lagen aber auch echte Kuerbisse auf der Verranda. Der Kuerbis ist ja so eine zwiespaeltige Frucht, einerseit, dient er als Spielgefaehrte fuer kleine gestreifte Tiere...



...andererseits sind Kuerbisse auch Erntesymbol und ...oh, ich glaube, wenn sie zwiespaeltig sind... naja, das mit den Spielgefaehrten... als und andererseits sind sie eben doch mit Halloween assoziiert und darauf deutet doch die Anwesenheit jener Plastegeister hin.

Was wollte ich eigentlich sagen... ach ja, es war dann also irgendwann so weit, das Ende des Oktobers stand auf dem Plan und gleichzeitig fuer die LL.M.s die Pruefung in Foundations of the American Legal System (unser Einfuehrungskurs vom Sommer). Dafuer hatten wir noch einen Essay zu schreiben und die Pruefung war genau am 31.10. - also Halloween. Da stand also schon mal fest, dass wir uns fuer den Abend eine Party verdient hatten. Eine Halloweenparty. Aber was ist das nun so genau. Ist es nun Karneval, Fasching, Schrecken?

Ein bissl skeptisch war ich schon und Skepsis ist natuerlich immer angebracht, wenn etwas wochenlang vorher schon so gross gehandelt wird. Die international Community war auch noch etwas unschluessig, als wir von unserem Briten Simon (mit dem war ich in NYC) eine Mail kriegten, die auf sehr elaborierte Vorbereitungen hindeutete. Ok, Verkleidung ist wohl angebracht, aber ist es wie Fasching oder sollte man sich auf das Darstellen von toten Vorfahren, halbtoten Rockstars und allen moeglichen Mischformen aus dem Reich von Feen, Zauberern und Magiern beschraenken? Nun keiner wusste nichts genaues, aber wir entschieden uns dann doch mehrheitlich fuer erstere Variante. Aber halt, so weit sind wir eigentlich noch nicht.

(so, und da ein betraechtlicher Teil des Stammpublikums hier eigene Quellen hat, bitte ich das folgende mal als ein von Tatsachen inspirierte Geschichte, nicht als einen Faktenbericht, wie den Rest der Seite zu betrachten.)

Das Philadelphia Orchestra tritt am 31.10. in Halloweenkostuemen auf, das wollte ich dann aber lieber nicht mit ansehen. Aber eine Alternative war da schon noetig und entschied mich dafuer die Attraktion mit dem teuersten Parkplatz auszusuchen ($ 40 fuer Parken in der Naehe eines Hydranten, aber mit Kreditekarte bei der Stadt ueber Internet problemlos zahlbar): Eastern State Penitentiary.

Das ist ein riesiger, ziemlich alter Knast, sieht aus wie eine spanische Burg und wurde in den Siebzigern aus dem Dienst genommen. Ein Koloss mitten im Wohngebiet. Dort sollte "Terror behind Bars" sein. In der schlichten Zusammenfassung war es eine Geisterbahn in einem alten Knast. In der etwas plastischeren Variante: Es war grossartig, es war natuerlich alles dunkel, es war ruhig - bis es ploetzlich ganz laut war, man sah nichts, hinter jeder Ecke lauerte was, aus dem Dunkeln tauchten wilde Gestalten auf (oder auch nicht, was die Sache nicht besser machte). Wir sind zu dritt eng gedraengt, tastend, suchend durch die engen Gaenge gestolpert und hatten grossen Spass und auch ein paar ziemliche Schrecken.

Aber das war der fruehe Abend, nachdem Wichard im Pub Vati's Hand schuettelte (letzterer wendete weitere Erfurchtsbekundungen geistesgegenwaertig durch ein kameradisches Klopfen auf dem Tisch ab) und wir dann noch beobachtet haben, wie faszinierend der Schaum von Guiness doch immer wieder ist, war der Rest dann schon weg Vati muede und mein Telefon leuchtete blau (macht es, wenn jemand anruft - sieht cool aus) und Sung-Kee brachte mich auf neuesten Stand: Es ist Wharton-Party in Medizinerkluft. Naja, alles nicht so einfach und der Abend wird wohl teuer.

Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust: Medizinerkluft? Und im Internet hatte ich Bilder von Kiss gefunden und damit auch meinen Plan:

 


Nur dumm, dass die weisse Farbe aus war. Nun, mal sehen, das Taxi fand es witzig, erstmal eine Runde um die Lokalitate zu kreisen... und schon war ich drin: $ 20 Dollar Eintritt und eine riesige Industriehalle - wenn ich jetzt vom Panzerhoferzaehle, zeige ich damit wohl mangelhaften Kontakt zum Publikum - also vielleicht eher so gross wie eine grosse Turnhalle und voll. Alles Verrueckte, alle haben Spass und alle haben Vorsprung. Also werde ich mir jetzt mal ein Bier holen, das wurde durch das lange Anstehen zu zwei Bier und kostete mich $ 10. Erst spaeter hat mir Max (der Korrekte von unten) erzaehlt, dass ich damit $ 10.00 Trinkgeld gegeben habe - nun bei Gratisgetraenken liess sich der Rueckstand leicht aufholen und in eine komfortable Spitzenposition umbauen.

Die Musik war erstaunlich gut, die ca. 20 anwesenden LL.M.s gut drauf und der Abend war memorable (er endete gegen halb sechs, nachdem es noch guten mexikanischen Tequila gab).





Ein toller Abend, auch wenn sie die Erholungsphase recht weit in den folgenden Tag erstreckte. Dieser (der folgende Tag) begann naemlich um zehn nach 8 mit einem genervten Anruf meiner Ellis, die eine kompetente Stadtfuehrung fuer um 8 gebucht hatten... oops, is mir schlecht.


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