ich bin

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Also ich bin ja jetzt nicht nur schon eine Weile weg, sondern auch schon eine Weile hier - so dacht ich und entschied mit, dass es Zeit waere doch endlich mal ein bisschen Urlaub zu machen. Urlaub nicht im Sinne von ausruhen, sondern im Sinne von Muttern (fuer alle die damit nichts anfangen koennen: so viel wie moeglich in moeglichst kurzer Zeit sehen. Ich gebe zu, dass ich schon mit dem Beherrschen von zwei Reisefuehrer Schwierigkeiten habe, aber dank zweier Touri-Center habe ich jetzt schon eine stattliche Anzahl von Leaflets.

Sung-Kee war auch ganz angetan von der Idee und Raphaela wollte auch mitkommen. Also haben wir uns fuer das Wochenende ein Auto gemietet und bei der restlichen Baseball-Runde angefragt, ob die Lust haetten mitzukommen. Waren wir dann letztlich neun Leute, die in zwei Autos am Sonnabend nach Lancaster gefahren sind.

Die Stadt ist nur etwa 75 Meilen weg, aber wegen Geschwindigkeitsbegrenzung und Streckenunbilden doch nur in zwei Stunden zu erreichen. Eigentlich will aber auch niemand in diese Stadt, weil das so eine kleine Provinzstadt ist. Naja, aber es gab ein Touri-Center, was sich als sehr hilfreich herausstellte, da es eine sehr detaillierte Karte und Flyer in Mengen gab. Da wir aber schon mal da waren, sind wir noch kurz durch die Stadt gelaufen und ich habe ein Bueffelfleischbroetchen gegessen. War, wie fast alles, was man hier mal probieren sollte, eigentlich ziemlich abschreckend. In einem grossen Trog loderte ein mehr oder weniger offenes Feuer und darueber waren Fleischstuecke aufgespiesst, die so ca. 25 bis 30cm Durchmesser hatten und die voellig verkohlten, weil sie so nah am Feuer waren. Naja, aber offenbar musste das so sein und als ich dann meine Portion bestellt hatte, stellte ich auch fest, dass das verbrannte im Grunde entfernt wurde - war recht lecker. Sonst hatte die Stadt nichts zu bieten, an das ich mich erinnern koennte.

Naja, Sung-Kee hatte dann auch in Lancaster ein gutes Motiv gefunden (uns).




Ach ja, die Amish (Langversion).
Ok, ich habe jetzt dazu so einiges Grundsaetzliches geschrieben und das mal ausgelagert - sonst wird das fuer die, die Bilder suchen zu langweilig (catering for all needs).

ok, sind alle wieder beisammen. Also die Amish bestimmen die gesamte Tourismusindustrie der Region, auch wenn es nicht so schlimm ist, wie Bill Bryson schrieb.

Schon auf der Hinfahrt hatten wir die ersten Amish auf Farmen gesehen. Sie sind ja an ihrer Kleidung, den Hueten, Baerten und den Pferden gut zu erkennen. Im Grunde gibt es darueber hinaus nur zwei Attraktionen: Ein paar mehr oder weniger authentische Amishfarmen und einige original "Amish" Eateries. Da wir mittlerweile Hunger hatten, fingen wir mit letzterem an.

Es ist mir ja mittlerweile bekannt, dass amerikanische Essenportionen nicht am Bedarf sondern am Angebot orientiert sind (und das ist offenbar kaum begrenzt). Eine Steigerung sind dann aber noch verschiedene All you can/ care (to) eat Angebote. Und da gibt es im Pennsylvania Dutch Country einige, die auch von kritischen Reisefuehrer als typisch empfohlen werden. Die gibt es dann als family Style (lange Tafel) oder als Buffet. Wir hatten uns fuer family style entschieden und hatten dann auch unsere Tickets gekauft und erfahren, das wir in ca. 20 Minuten mit unserer Nummer ausgerufen werden wuerden. Das "Lokal" hatte wohl etwas ueber 600! Plaetze, wir kriegten dann aber eine Tafel in einem etwas kleineren Raum.

Und wie schon von Bryson berichtet, gab dann mehrere Gaenge in denen das Essen in mehreren Schuesseln angekarrt wurde. Eigentlich alles recht lecker, nur von den Farben etwas trist. Und ueber die Menge konnte man sich wirklich nicht beschweren - es sah zwar alles nicht so extrem viel aus, aber es gab am Anfang Weisbrot mit Applebutter, hausgemachter Butter, Huettenkaese, Apfelmus. Dann Essen: Pastete/Hackbraten, Gefluegelstuecken, Kochschinken dazu Moehren und Bohnen, Kartoffeln, Nudeln und dann diverse Nachspeisen, Eis und Kaffee. Also eigentlich $ 20 recht gut angelegt.

Danach haben wir die Farm besucht. Das war eigentlich wie ein kleines Provinzmuseum, nett gemacht und informativ. Die Farm aussenrum war nicht so toll, aber es gab eine der beruehmten ueberdachten Bruecken zu sehen. Und da kam mir dann auch ein Amish ins Bild - es verstoest ja gegen ihre Religion, auf Fotos abgebildet zu sein, aber der ist mir glatt ins Bild geritten... (ganz klein auf der linken Spur.)

Den restlichen Tag sind wir dann noch bissl durch die Gegend gefahren - da sieht man dann doch einige Amish, aber so richtig real wird das nicht. Es ist erstaunlich - normal, irgendwie.

Auf dem Rueckweg haben wir dann noch mal etwas mehr Erfahrung mit der schlechten Ausschilderung auf amerikanischen Autobahnen gemacht, als uns lieb war, sind dann aber doch sicher und zufrieden wieder in Philly angekommen.

berichtet am 12.08.2003 um 20:39 Uhr


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